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Eine Tagebaulandschaft im Wandel, im Süden von Leipzig entstand zwischen Knauthain und Markkleeberg der Landschaftspark Cospuden. Mit der Flutung eines Tagebaurestloch wurde ein 436 Hektar großes Gewässer geschaffen - der Cospudener See. Offizielles Anbaden war am 1. Juni 2000, es stehen ein Seglerhafen, ein 18-Loch-Golfplatz, eine Seebrücke mit Restaurant, Strandpromenade und Parkplätze zur Verfügung. Im "Zöbigker Winkel" befindet sich die Tauchbasis von Lutz Kamski.
Interessant für Taucher dürfte der bis zu 60 Metern tiefe See erst in einigen Jahren sein. Pflanzenbewuchs und einheimische Fischarten werden den See dann sicher zu einem lohnenden Ziel machen. Im Moment ist die Unterwasserflora nur in Ansätzen vorhanden, die Fauna beschränkt sich noch auf Ohrschlammschnecken und recht zutraulichen Stichlingen im Flachwasserbereich. Vereinzelt und mit etwas Glück findest Du Plötzen und Rotfedern. Allerdings sind die Sichtweiten in mittleren Tauchtiefen im Vergleich zu anderen einheimischen Gewässern ungewöhnlich gut, der See verspricht also ein attraktives Tauchrevier zu werden.
Das Expoprojekt "Cospudener See" ist übrigens nur ein kleiner Teil der umfangreichen Projekte in Leipzig, die sich mit der Rekultivierung der von Braunkohlebaggern zerfressenen Landschaft beschäftigen. Mehr als ein Dutzend Seen mit insgesamt 6000 Hektar Wasserfläche werden bis Mitte dieses Jahrhunderts den geschundenen Leipziger Südraum zur Südsee machen.
Seit Juli 1999 fließen über eine Ringleitung 38 Kubikmeter Wasser pro Minute in den ehemaligen Espenhainer Tagebau. Der somit entstehende Markleeberger See wird mit 252 Hektar und 58 Metern Tiefe nur einer von vier Seen sein, deren vollständige Nutzung für Wassersportler schon in den nächsten Jahren zu erwarten ist.
Im Nordwesten von Leipzig entsteht bei Radefeld bis zum Jahre 2008 eine weitere Seenlandschaft. Der Werbeliner See kann seit Erreichen seines endgültigen Wasserspiegels im Herbst 2005 eine Wasserfläche von 450 Hektar vorweisen. Davon können rund 290 Hektar wassersportlich genutzt werden. Südwestlich davon wächst der etwa 9 Hektar große Zwochauer See. Westlich des Werbeliner Sees liegt der Grabschützer See mit 270 Hektar.
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Der benachbarte 765 Hektar große Störmthaler See wird seitz 2001 geflutet, Anbaden ist für das Jahr 2011 anvisiert. Als weiteres Ergebnis der Rekultivierung des Espenhainer Tagebaus wird er mit dem Markleeberger See verbunden sein, so daß Segler mit ihren Booten zwischen den Gewässern kreuzen können.
Erst 1999 wurde der Braunkohleabbau bei Zwenkau beendet. Die Flutung dieses Tagebaurestloches - es entsteht der 914 Hektar große Zwenkauer See - soll bis 2010 abgeschlossen sein.
Innerhalb der Seenplatte wird die neue Leipziger Südumfahrung A 38 verlaufen, die die Lücke zwischen A 9 und A 14 schließt.
Vor den Toren Wolteritz wird der ehemalige Tagebau Breitenfeld geflutet. Der hier entstehende 210 Hektar goße Schladitzer See wird seinen Endwasserspiegel im Jahre 2012 erreichen. Im Frühling 2003 wurde ein erster Teilbereich bei Schkeuditz offiziell freigegeben. Die Nutzung für den Tauchsport des bis zu 25 Meter tiefen Sees ist geplant, die Ansiedlung einer Tauchbasis beschlossene Sache.
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